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Die Frau unter dem Islam

Der Islam stellt in seiner strengreligiösen Ausübung eine erhebliche Diskriminierung der Frau dar, welche in einem demokratischen Rechtsstaat nicht toleriert werden kann. Es wird eine große Aufgabe für die Zukunft werden, die Diskrepanz zwischen Islam und westlichen Wertevorstellungen zu überwinden, und den muslimischen Frauen ein würdiges Leben, frei von archaischen Rollenbildern zu ermöglichen. Die folgenden Punkte tragen zur Herabsetzung der Frau gegenüber dem Mann in strenggläubigen, islamischen Familien bei:

Die Gleichberechtigung

Der Koran hebt explizit von der Natur gegebene, scheinbare Unterschiede in der Art der Frau und des Mannes hervor. Daraus resultiert eine vorgeschriebene, unterschiedliche Verteilung von Rechten und Pflichten, um dieser von Gott gewollten Unterscheidung zu entsprechen, folglich kann eine Gleichberechtigung für einen gläubigen Moslem nicht erfolgen. So wird die Frau z.B. beim islamischen Erbrecht erheblich benachteiligt, da nach nahöstlicher Tradition der Mann als Erhalter und Ernährer der Familie gilt. Dadurch wird er materiell bei einer Erbschaft bevorzugt. Zudem gelten für Frauen noch zahlreiche andere Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit, welche durch den Koran legitimiert werden.

Die archaische Rollenverteilung

Der Islam steckt in seiner geistigen Entwicklung gegenüber dem Westen noch im Mittelalter. Die ist kein Vorwurf, vielmehr eine objektive Feststellung. Noch heute herrscht eine streng konservative Rollenverteilung als Leitbild der idealen muslimischen Familie vor. Der Mann wurde laut dem Koran beauftragt, die Familie zu versorgen und zu führen, die Frau zu gebären und Kinder zu erziehen. Die Frau gerät in eine schwere Abhängigkeit gegenüber dem Mann, welchem sie zu gehorchen hat. Bei Zuwiderhandlung sieht die Sharia (islamisches Recht) die Züchtigung der Frau durch denn Mann vor. Die materielle und physische Macht der Männer erstickt somit die Unabhängigkeit und Freiheit der Frauen.

Die Zwangsehen

Ähnlich wie arrangierte Ehen unserer europäischen Vorfahren blauen Blutes fußen islamische Zwangsehen auf politischen und wirtschaftlichen Überlegungen. Der Vater entscheidet über den zukünftigen Gatten seiner Tochter, um deren finanzielle Versorgung zu gewährleisten und eventuell eine enge Bindung zur Familie des Bräutigams zu erlangen. Es ist üblich, das bereits junge Mädchen im Alter von 14 Jahren an volljährige Männer vergeben werden. In der Moderne des 21. Jh. werden Ehen oft dazu missbraucht, Menschen außereuropäischer Staatszugehörigkeit ein Aufenthaltsrecht in Europa zu beschaffen. Diese Zwangsehen sind nicht vom Koran vorgeschrieben, bilden aber einen Teil der bis in das 12. Jh. reichenden Tradition vieler islamischer Kulturen und wird durch theologische Argumentation teilweise gut geheißen.
Einer muslimischen Frau ist es zudem nicht gestattet, einen „andersgläubigen“ Mann zu heiraten, im Grunde besitzt sie keinerlei Wahlfreiheit. Der Koran begründet diese Reglementierung damit, dass eine Ehe auf gemeinsamen Fundamenten basieren muss, welche die Religion darstellen.

Die Mehrehe

Laut dem Koran ist es dem Mann vorbehalten, ein bis vier Frauen zu heiraten, wobei die Frau lediglich mit einem Mann verheiratet sein darf und dessen anderen Ehegattinnen akzeptieren muss. Dies trägt stark zur Benachteiligung der Frau gegenüber dem Mann bei.

Die Züchtigung der Frau

„Und jene (Frauen), deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: Ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“(4:34)

Diese Stelle in den Suren über die Frau macht deutlich, dass es einem muslimischen Mann erlaubt ist, seine Frau zu schlagen um die Ehe zu erhalten, wobei es einer Frau nicht gestattet ist die Hand gegen ihren Mann zu erheben.

Das Kopftuch

Das Kopftuch ist Teil einer weiter reichenden Kleidervorschrift. So verlangt der Koran Bekleidung für die Frau, welche ihre von der Natur gegebenen Gestalt nicht preisgibt, um das männliche Geschlecht nicht zu reizen. Dadurch verliert die Frau einen großen Teil an Freiheit und Selbstbestimmung, inwiefern sie der eigenen Schönheit Ausdruck verleihen will. Handelt eine muslimische Frau dieser Kleidervorschrift zuwider und wird etwa vergewaltigt, so trägt sie die alleinige Schuld, da sie den Mann durch ihr Aussehen zu der Tat provoziert hat.

Auch wenn viele muslimische Frauen angeben, das Kopftuch bereitwillig zu tragen, so muss man dennoch ständig bedenken, in welch patriarchischem Umfeld sie seit ihrer Geburt leben, ein Aufgebärden gegen den Mann, kann in vielen islamischen Staaten den Tod zur Folge haben.

Die Geschlechtertrennung

"Wer an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt, darf nicht mit einer Frau allein sein, ohne dass ein mahram (männlicher naher Verwandter, den zu heiraten der Frau untersagt ist) von ihr dabei ist, denn sonst wird der Satan der Dritte sein."

Diese Aussage des Propheten Muhammad schränkt die Frau eindeutig in ihrer persönlichen Bewegungsfreiheit ein. Diese Regel solle dazu dienen, unkeusches Verhalten zu vermeiden, hindert Frauen aber auch daran, ohne Begleitung eines männlichen Verwandten zu verreisen.

Antifa (V) Meran muss sich aufgrund ihres westlichen, säkularen, aufgeklärten Weltbildes gegen diese Punkte aussprechen, auch wenn sie durchaus Fundamente des islamischen Glaubens berühren. Wir zeigen uns solidarisch mit jenen Frauen, die versuchen, einen liberaleren Islam zu leben. In keinerlei Hinsicht wollen wir anti-islamisch interpretiert werden, wir wollen hiermit nur einige Kritikpunkte an dieser Religion aufzeigen.

Des Menschen höchstes Gut ist seine Menschlichkeit.

 

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